H1: Spielbericht Final4

05.05.2010

Spaß hatten sie reichlich bei der Pokalendrunde um den Rheinland-Pfalz-Pokal 2010 in Trier. Auch verkauften sich die Regionalliga-Basketballer des TV Bad Bergzabern am Wochenende beim Spalding Top Four mit den vier besten Rheinland-Pfälzer Teams richtig gut - doch zu einem Sieg gegen die höherklassige und übermächtige Konkurrenz aus Trier und Mainz hat es nicht gereicht für die Mannschaft um Trainer Jerome Lebailly...
"Die Gegner waren taktisch und mental noch voll im Rhythmus. Da merkte man schon deutlich, dass Trier und Mainz bis Mitte Mai noch voll im Trainings- und Rundenbetrieb sind, während wir seit Mitte März bereits die Regionalliga-Saison abgeschlossen haben", erklärte der TVB-Coach im Rheinpfalz-Gespräch. "Entscheidend war auch, dass wir keinen gelernten Aufbnauspieler dabei hatten. Im ersten Match versuchten wir zwar, Florian Hatt aufs Feld zu schicken. Doch es klappte nicht. Neben ihm fehlten auch Aaron Schmitz und Benny Blank an allen Ecken und Enden." Die Rotationsmöglichkeiten waren im Lager der Südpfälzer deutlich limitiert, während Gastgeber DJK/MJC Trier im Halbfinale am Samstag Abend vor heimischer Kulisse aus dem vollen schöpfen konnten. Wie ernst die Moselstädter das Pokalwochenende und den Titel nahmen, zeigte die Extra-Einheit mit Wurftraining, die der spätere Pokalchampion vor Beginn des Top-Four-Turniers am Samstag Vormittag in der Spielhalle absolvierte.
Gegen Trier standen die Kurstädter früh auf verlorenem Posten, lagen nach zehn Minuten bereits 15:26 und zur Pause sogar 29:52 zurück. Nach Ende des dritten Viertel bahnte sich beim Stand von 54:80 ein handfestes Debakel für die Gäste an, doch die Lebailly-Schützlinge rissen sich noch einmal zusammen und gestalteten mit einem 21:16-Achtungserfolg im Schlussabschnitt die 75:96-Niederlage noch einigermaßen erträglich. "Trier war athletischer, schneller und fitter als wir. Hinzu kam eine atemberaubend hohe Trefferquote. Da war nichts zu machen, wie dies auch zu erwarten war", sagte Lebailly.
Viel mehr ärgerte sich Bergzaberns Trainer über die knappe 75:76 (41:36)-Niederlage im "kleinen Finale" am Sonntag gegen den höherklassigen ASC Theresianum Mainz. Fast das komplette Spiel über führten die TVB-Cracks und selbst neun Sekunden vor Schluss hatte der Turnverein bei eigenem Ballbesitz die Möglichkeit, den Siegtreffer zu erzielen. Doch statt der besprochenen Variante mit dem Pass auf den größten TVB-Akteur Tassilo Dettmer kam das Zuspiel auf Flügelspieler Stefan Kastner, der den letzten Wurf vergab. "Wir hatten das gesamte Match kontrolliert und gegen den höherklassigen Gegner trotz Verletzungsprobleme eine sehr, sehr starke Leistung gezeigt. Zwei Fehler führten aber zu zwei Fastbreaks der Mainzer, die das Spiel schließlich spät drehten. In dieser Partie war mehr drin und wir hätten auch den Sieg verdient gehabt. Das war wirklich schade", ärgerte sich Jerome Lebailly. Ein überragendes Turnier spielte René Arneton, eine starke Leistung bot auch Spielmacher-Ersatz Haluk Yumurtaci. Trotz des knapp verpassten Erfolges im Spiel um Platz drei zeigte sich der TVB-Coach rundum zufrieden: "Auch wenn es zu keinem Sieg reichte, das Wochenende hat richtig Spaß gemacht - auch dank der netten Geste der Gastgeber aus Trier, die uns in ihrem Jugendzentrum eine Übernachtungsmöglichkeit boten."
Top-Four-Bilanz des TVB: Yumurtaci (15 Punkte), Dettmer (29), Hatt, Pfaffmann (1), Herzog, Lebailly (4), Rodrian (12), Behrendt (26), Baudis (6), Kastner (8), Arneton (49).